Auf ca. 0,5 mm genau, auf der Messskala zur Amplitudenverfolgung
Art der Überwachung
Überwachung der Entwicklung auf 1 Achse mit Aufzeichnung des Minimal- und Maximalwerts
Messprinzip
Mechanische Aufzeichnung durch eine Graphitmine, ohne Batterie und ohne Elektronik. Ablesung vor Ort (keine Übertragung der Messwerte)
Rissart
Vertikale und horizontale Risse sowie Eckrisse dank der knickbaren Lasche. Dehnungsfugen
Einsatzbereich
Innen / Außen: wetter- und UV-beständig
Befestigung
Verklebung mit den mitgelieferten Klebestreifen oder mechanische Befestigung mit den mitgelieferten Schlagdübeln
Montagebedingungen mit Klebestreifen
Montagetemperatur: zwischen 0 °C und 35 °C (−10 °C zulässig*). Wirksame Klebung von −40 °C bis +80 °C *Die Klebestreifen auf dem Grundkörper und der knickbaren Lasche einige Sekunden in den Händen anwärmen.
Abmessungen
250 mm (Länge) × 120 mm (Breite) × 27 mm (Dicke)
Messbereich
Ca. 25 mm zwischen Minimal- und Maximalwert: von −10 mm bis +15 mm, wenn der Nonius bei der Montage auf 15 mm eingestellt wird (je nach Bedarf einstellbar)
Gewicht
125 g
Lieferumfang
Belüfteter Schutzdeckel, 2 Plombiervorrichtungen, knickbare Lasche, Klebestreifen und Schlagdübel, im Koffer
Überblick über die G2 Riss-Messlehre
Die G2 Riss-Messlehre ist ein mechanisches Rissmessgerät zur Messung und Aufzeichnung der Öffnungsänderung einer Dehnungsfuge, des Abstands der Rissflanken und/oder allgemein der Abstandsänderung eines Spalts zwischen 2 Bauteilen.
Diese Bewegung wird grafisch durch eine Spur aufgezeichnet, an der sich die Min-/Max-Amplitude der Bewegung ablesen lässt. Ein abnehmbarer Schutzdeckel, der zur Vermeidung von Kondenswasser belüftet ist, schützt die Vorrichtung. Der Deckel kann verplombt werden: Zwei Plombiervorrichtungen werden mit der Riss-Messlehre geliefert, um die Vorrichtung bei Bedarf zu sichern.
Sie besteht aus dem Grundkörper und einer knickbaren Lasche, die jeweils auf einer Seite des Risses befestigt werden. Der Zapfen der knickbaren Lasche greift in das Langloch des beweglichen Arms, der die von 0 bis 40 mm unterteilte Messskala trägt.
Bei seiner Bewegung nimmt der bewegliche Arm den Minenhalterarm mit. Die an dessen Ende sitzende Mine wird von einer Polycarbonatlamelle angedrückt und zeichnet die Bewegung auf der Messskala zur Amplitudenverfolgung auf.
Die Riss-Messlehre arbeitet mit Vergleichsmessungen: Die erste Ablesung dient als Referenz, die folgenden werden mit ihr verglichen, um die Entwicklung zu bestimmen.
Nach der Auswertung genügt es, die Spur mit einem feuchten Tuch oder etwas Alkohol zu entfernen, um die Riss-Messlehre wiederzuverwenden.
Warum den Minimal- und Maximalwert eines Risses aufzeichnen?
Eine herkömmliche Riss-Messlehre zeigt die Rissöffnung zum Zeitpunkt der Ablesung. Zwischen zwei Ablesungen kann sich der Riss öffnen und wieder schließen, ohne dass diese Bewegung sichtbar wird. Die G2 Riss-Messlehre hält die beiden Extremwerte fest, die seit der Montage oder seit dem letzten Entfernen der Spur erreicht wurden.
Risse durch Schrumpfen und Quellen toniger Böden: Die Risse öffnen sich in Trockenperioden und schließen sich teilweise wieder, sobald die Feuchtigkeit zurückkehrt. Die Min-/Max-Aufzeichnung zeigt die tatsächliche Amplitude des jahreszeitlichen Zyklus.
Dehnungsfugen: Die Fugenöffnung schwankt mit der Temperatur, zwischen Tag und Nacht ebenso wie zwischen Sommer und Winter. Die G2 Riss-Messlehre zeichnet die Extremwerte der Öffnung und Schließung der Fuge auf.
Selten begangene Bauwerke: Baudenkmäler, Ingenieurbauwerke, Parkhäuser, schwer zugängliche Räume. Die Min-/Max-Aufzeichnung macht Bewegungen sichtbar, die zwischen zwei Begehungen aufgetreten sind, auch wenn diese weit auseinanderliegen.
Bauarbeiten in der Nähe: Während einer benachbarten Baustelle bleibt die zwischen zwei Begehungen erreichte maximale Bewegung erhalten. Der verplombte Schutzdeckel schützt die Vorrichtung vor jeder Manipulation.
Die Ablesehäufigkeit richtet sich nach dem Kontext und dem Risiko des Bauwerks. Eine Ablesung mindestens einmal pro Jahreszeit ermöglicht es, die jahreszeitlichen Schwankungen zu verfolgen; häufigere Ablesungen verfeinern die Überwachung.
Befestigung der G2 Riss-Messlehre
Durch Verklebung: mit den Klebestreifen auf dem Grundkörper und der knickbaren Lasche, sofern der Untergrund glatt, sauber und trocken ist. Ist die Oberfläche nicht vollkommen eben und weist sie Unebenheiten auf, wird empfohlen, die Verklebung mit einem Zweikomponenten-Epoxidkleber (nicht im Lieferumfang enthalten) zu verstärken.
Durch mechanische Befestigung: Bei jedem schwierigen Untergrund, der bröckelt, staubig oder feucht ist oder Unebenheiten aufweist, sowie in Fällen, in denen die Montagetemperatur nicht eingehalten werden kann, ist die mechanische Befestigung vorzuziehen. Die G2 Riss-Messlehre wird mit Schlagdübeln geliefert, die durch die beiden Ø4-mm-Löcher im Grundkörper und das Loch in der knickbaren Lasche gesetzt werden.
Im Winkel: Die knickbare Lasche lässt sich im gewünschten Winkel knicken. Bei Kälte (unter 10 °C) die Lasche vor dem Knicken einige Sekunden in den Händen anwärmen. Für Umgebungen mit hohen Beanspruchungen ist ergänzend das Alu-Winkelprofil erhältlich.
Ablesen der Messung
Ablesen nach dem Nonius-Prinzip. Achtung: Die Teilstriche sind von rechts nach links markiert.
Die in mm von 0 bis 40 mm unterteilte Skala auf dem beweglichen Arm: Das ist die Messskala.
Die feste Teilung mit dem Dreieck auf dem Grundkörper: Das ist der Nonius mit einer Auflösung von 0,1 mm (10 Teilungen des Nonius entsprechen 9 mm auf der Messskala).
a) Ablesen der Millimeter
Das Dreieck des Nonius befindet sich zwischen zwei Teilstrichen der Messskala. Die Anzahl der Millimeter entspricht dem Teilstrich rechts vom Dreieck des Nonius: im Beispiel 20 mm.
b) Ablesen des Zehntelmillimeterwerts
Suchen Sie den Noniusstrich, der mit einem Teilstrich der Messskala übereinstimmt. Im Beispiel stimmt der Noniusstrich 7 mit dem Teilstrich 27 der Messskala überein. Der Zehntelmillimeterwert beträgt somit 0,7 mm.
Auf dem Beispielfoto liest man somit 20,7 mm ab.
c) Ablesen der Min-/Max-Amplitude
Die Spur der Mine auf der Messskala zur Amplitudenverfolgung wird direkt in mm abgelesen, auf ca. 0,5 mm genau. Ihre beiden Enden geben den Minimal- und den Maximalwert an, die seit dem letzten Entfernen der Spur erreicht wurden. Beispiel: Eine Spur von 15 mm bis 28,5 mm entspricht einer Amplitude von 13,5 mm.
Die Messwerte können in der Saugnac-App erfasst und archiviert werden.
G2 Riss-Messlehre oder anderes Messgerät?
Anforderung
Passendes Messgerät
Die Rissöffnung bei jeder Begehung an mehreren Messpunkten ablesen
Was ist der Unterschied zwischen der G2 und der G1 Riss-Messlehre?
Die G1 Riss-Messlehre zeigt die Rissöffnung zum Zeitpunkt der Ablesung. Die G2 Riss-Messlehre zeichnet zusätzlich mit einer Graphitmine die maximale Öffnung und die minimale Schließung auf, die zwischen zwei Ablesungen erreicht wurden.
Benötigt die G2 Riss-Messlehre eine Batterie?
Nein. Die Aufzeichnung erfolgt rein mechanisch: keine Batterie, keine Elektronik.
Überträgt die G2 Riss-Messlehre die Messwerte aus der Ferne?
Nein. Die Ablesung erfolgt vor Ort, nach Abnehmen des Schutzdeckels. Um die Messwerte aus der Ferne zu erhalten, siehe den vernetzten Rissmonitor R1.
Kann man mit der G2 Riss-Messlehre eine Dehnungsfuge überwachen?
Ja. Die G2 Riss-Messlehre misst die Öffnung jedes Spalts zwischen 2 Bauteilen, innerhalb eines Messbereichs von ca. 25 mm zwischen Minimal- und Maximalwert.
Wie wird die G2 Riss-Messlehre wiederverwendet?
Nach der Ablesung genügt es, die Spur mit einem feuchten Tuch oder etwas Alkohol zu entfernen. Eine neue Aufzeichnung beginnt.
Wozu dienen die mitgelieferten Plombiervorrichtungen?
Sie versiegeln den Schutzdeckel: So lässt sich bei jeder Begehung überprüfen, dass die Vorrichtung nicht geöffnet wurde. Ihre Verwendung ist optional.
Mechanisches Befestigungsset für Oberflächen, die nicht für Selbstklebung geeignet sind. (Enthält: 1 Bohrer, 1 PZ1/PZ2-Schraubendreher, 40 Dübel und Schrauben)
Aluminium-Winkelprofil zum Messen eines senkrechten oder waagrechten Innenwinkels (mit doppelseitigem Klebeband und 1 Schlagdübel).
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