Überwachung hydraulischer Bauwerke: Ufer, Kais und gerissene Staudämme

Überwachung von Kais und hydraulischen Bauwerken Bauwerke an Ufern oder im Flussbett spielen eine grundlegende Rolle im Wasserhaushalt, im Flussverkehr, bei der Hochwasserprävention und in der Gebietsentwicklung. Es geht dabei um befestigte Ufer, Flusskais, Schleusen, Deiche und Staudämme.

Ständig Feuchtigkeit, Druckschwankungen und mechanischen Belastungen ausgesetzt, sind diese Bauwerke diversen Schäden ausgesetzt. Risse sind dabei eines der häufigsten und sichtbarsten Anzeichen.

Ein gerissener Staudamm oder ein nicht überwachtes Ufer können sich zu ernsthaften Schäden entwickeln. Ob oberflächlich oder strukturell, Risse müssen sorgfältig überwacht werden, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Bauwerke zu gewährleisten.

Warum Risse überwachen an einem Staudamm, einem Deich oder einem Ufer?

An einem betonierten Ufer, einer Kaimauer, einer Schleuse oder einem Staudamm kann das Auftreten von Rissen die Abdichtung, Stabilität oder strukturelle Leistung gefährden. Ein sich verändernder Riss kann auf ernstere Probleme hinweisen wie unterschiedliche Bewegungen, Wassereintritte oder einen Verlust an struktureller Integrität.

Die Ursachen für Rissbildung sind zahlreich:

  • Hydraulische Schwankungen: Füll- und Entleerzyklen, Hochwasser, rascher Wasserstandabfall, Unterspülung.
  • Thermische Beanspruchungen: Temperaturunterschiede zwischen untergetauchten und über Wasser liegenden Flächen, differentielle Ausdehnungen.
  • Alterung der Materialien: Betonschwund, Korrosion der Bewehrungen, strukturelle Ermüdung.
  • Mechanische oder geotechnische Belastungen: Setzungen, Bodenrutschungen, durch die Schifffahrt oder durch Anlagen induzierte Vibrationen.

Messinstrumente für feuchte Umgebungen

Im Gegensatz zu Land-Bauwerken unterliegen Strukturen in Fluss- oder Hafenbereichen besonderen Belastungen: permanente Feuchtigkeit, zeitweises Untertauchen, schwieriger oder periodischer Zugang. Die Messgeräte müssen daher:

  • wetterfest sein,
  • auch bei teilweisem oder temporärem Untertauchen verwendbar sein,
  • einfach in der Anwendung sein.

Unsere abnehmbaren Lösungen zur Rissüberwachung

Der digitale Rissmonitor E1 ist unsere abnehmbare Referenzlösung zur Rissüberwachung in feuchten Umgebungen.

Dieses patentierte Befestigungssystem basiert auf festen Platten, die beidseitig eines Risses montiert werden. Der Monitor wird temporär in diese Platten eingeklinkt — ausschließlich zur Messung.

Die Platten sind aus PA12 (Polyamid 12) gefertigt, einem Material mit hoher Resistenz gegen UV, Feuchtigkeit und thermische Zyklen — u.a. in maritimen Bauteilen verwendet. Sie können mehrere Jahre an Ort und Stelle bleiben, selbst in Umgebungen mit Eintauchzyklen.

Der E1-Rissmonitor erlaubt die Messung der Spaltweite (1 Achse), des Scherversatzes (2 Achsen), und in bestimmten Fällen des Versatzes mithilfe eines Winkel-Zubehörs (auf Anfrage).

Das 3Dim-Messgerät ist eine weitere einfache und robuste Alternative zu Geräten vom Typ Vinchon. Es beruht auf dem gleichen Prinzip punktueller Ablesung durch Einsetzen in dauerhaft montierte Aluminiumplatten.

Es ermöglicht die Messung von Bewegungen in drei Achsen.

Für besonders aggressive Umgebungen (Salzwasser, korrosive Atmosphären) ist eine Version mit Edelstahlplatten und Schutzhaube verfügbar.

Vernetzte Systeme zur kontinuierlichen Überwachung

Für Betreiber großer hydraulischer Bauwerke oder Netzwerke ist das manuelle Sammeln von Daten oft aufwendig. Unsere vernetzten Lösungen bieten eine zuverlässige und automatisierte Alternative.

Vernetzter Rissmonitor R1 an einem Staudamm installiert Der vernetzte Rissmonitor R1 ist ein elektronischer Sensor, der zur Überwachung der Rissentwicklung über die Zeit konzipiert wurde. Er überträgt die Daten automatisch an eine dedizierte Plattform.

Kompakt und robust, ist er wasserdicht mit zertifizierter Schutzklasse IP66. Das macht ihn für Außen- und feuchte Umgebungen perfekt geeignet.

Mit einer Langzeitbatterie betrieben, kann er mehrere Jahre ohne Eingriff in Betrieb bleiben.

Diese Lösung ist besonders für Bauwerke geeignet, die eine regelmäßige Überwachung benötigen oder in schwer zugänglichen Bereichen liegen — wie Staudämme, Deiche oder technische Uferanlagen.

Der vernetzte Neigungsmesser R5 misst die Veränderung der Neigung auf zwei Achsen (horizontal und vertikal), um mögliche Kippbewegungen oder fortschreitende Verformungen einer Struktur zu erkennen.

Dieser robuste Sensor ist ebenfalls wasserdicht, mit zertifizierter Schutzklasse IP66, und funktioniert mit einer Langzeitbatterie, die mehrere Jahre Autonomie ohne Wartung bietet.

Der R5 ist ideal zur Stabilitätsüberwachung von Kais, Stützmauern, Ufern oder jeder Struktur, bei der eine Neigungsbewegung ein strukturelles Risiko signalisieren könnte.

Eine dedizierte Anwendung zur Zentralisierung und Datennutzung

Alle von unseren Sensoren gesammelten Daten werden in der Saugnac-Anwendung zentralisiert, konzipiert, um die Fernüberwachung von Bauwerken zu erleichtern.

Diese sichere Plattform ermöglicht die Visualisierung der Messwertentwicklung über die Zeit, das automatische Generieren von Warnmeldungen bei Überschreiten von Grenzwerten, und das einfache Teilen von Daten mit technischen Teams oder Projektpartnern.

Dank einer intuitiven Benutzeroberfläche vereinfacht sie die Verwaltung mehrerer Standorte und garantiert vollständige Rückverfolgbarkeit der Messungen — für eine verlässliche, kontinuierliche und kooperative Überwachung.

Eine präventive Überwachung im Dienste der Sicherheit

Unsere Lösungen sind angepasst an ein breites Spektrum hydraulischer Infrastrukturen, um Risse und Bewegungen in Stein-, Beton- und Mauerwerksstrukturen zu überwachen, darunter:

  • Staudämme, die mechanischen Belastungen ausgesetzt sind, einschließlich gerissener Staudämme, die eine kontinuierliche Überwachung erfordern,
  • Städtische Kais, die Unterspülung erfahren,
  • Uferverstärkungen durch Stützmauern oder Steinschüttungen,
  • Schutzdeiche und Schifffahrtskanäle,
  • Schleusen mit sensiblen technischen Bereichen,
  • Wassertürme mit strukturellen Rissen.

Die Folgen mangelnder Überwachung können schwerwiegend sein: Überschwemmungen, lokale Brüche, Einschränkungen der Schifffahrt oder Gefährdung von Anwohnern.

Durch die Kombination robuster Messinstrumente, einer einfach zu bedienenden Anwendung und digitaler Datenerfassung können Betreiber Schäden antizipieren, Reparaturen planen und die Dauerhaftigkeit der hydraulischen Bauwerke garantieren.