Wie bringt man einen Rissmonitor vom Typ G1 an?
Die korrekte Befestigung der Rissmonitore auf dem Untergrund ist entscheidend für ihre Langlebigkeit und um ein Ablösen zu verhindern. Werden die Installationsbedingungen nicht eingehalten, ist es wahrscheinlich, dass die Befestigung langfristig nicht hält. Es gibt drei Befestigungsmethoden zur Messung der Rissentwicklung auf einer Achse: mit mitgelieferten Klebepads, mit Epoxidkleber oder durch mechanische Befestigung.
Vorbereitung des Rissmonitors
Vor der Befestigung wird empfohlen, den beweglichen Arm so zu positionieren, dass die Strichmarkierungen zu gleichen Teilen auf beiden Seiten der Messskala sichtbar sind. Dies gewährleistet eine maximale Bewegungsamplitude, sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen.
Bei Messuhren mit einer 0 auf der Messskala (G1) wird empfohlen, die Null nicht anzuvisieren, um Komplikationen beim umgekehrten Ablesen der Nonius-Skala bei Rissschließung zu vermeiden.
Wenn Sie jedoch eine maximale Öffnungsamplitude benötigen und die Schließbewegung voraussichtlich gering ist oder der Riss sehr fein ist, ist es durchaus möglich, sich der Null zu nähern, solange man im positiven Wertebereich bleibt.
Für Saugnac-Messuhr vom Typ G1 vor Mitte 2025 muss die biegbare Leiste in den beweglichen Arm eingesetzt werden. (Die neuen Messuhren werden mit einer Rille auf der Zuglasche ohne Leiste gefertigt.)
Positionierung des Messgeräts am Riss
Ohne besondere Einschränkungen wird generell empfohlen, das Messinstrument an der breitesten Stelle des Risses zu platzieren (da dies in der Regel der Ursprungsort der Öffnung ist), oder wenn der Riss annähernd gleich breit ist, in der Mitte des Risses. Die Messuhr muss in Richtung der Rissbewegung ausgerichtet werden, d. h. in der Regel senkrecht zum Riss, um die Bewegung optimal zu messen und ein Blockieren zu verhindern.
Bei Rissen von mehreren Metern Länge wird empfohlen, mehrere Messuhren für eine genauere Überwachung zu positionieren. Je mehr Messpunkte gesetzt werden, desto mehr Daten werden gesammelt, um die Entwicklung des Risses präziser zu analysieren.
Generell sollten die Empfehlungen der Baufachleute befolgt werden, die die Diagnose durchgeführt haben und in der Lage sind, die am besten geeignete Überwachung entsprechend der jeweiligen Problemstellung vorzuschlagen.
Die verschiedenen Befestigungsarten von Rissmonitoren
Die Befestigung von Rissmessuhren auf einer Achse kann je nach Untergrundtyp unterschiedlich erfolgen.
Befestigung mit Klebepads
Die Rissmessuhren vom Typ G1 werden mit technischen Klebepads geliefert, die witterungsbeständig sind und eine dauerhafte Befestigung gewährleisten. Die idealen Befestigungsbedingungen liegen zwischen 0 °C und 35 °C, mit einer Toleranz bis -10 °C.
Für eine Befestigung mit Klebepads müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Der Untergrund muss glatt sein: Je rauer die Oberfläche, desto geringer ist die Klebefläche und desto höher das Ablöserisiko. Um die Haftung zu verbessern, kann die Oberfläche bei Bedarf leicht angeschliffen werden.
- Der Untergrund muss trocken sein: Das Kleben funktioniert auf einer feuchten Oberfläche nicht einwandfrei. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Klebefläche zum Zeitpunkt der Befestigung trocken ist. Nach der Befestigung widersteht die Verklebung Witterungseinflüssen (außer bei G1.1).
- Der Untergrund muss sauber sein: Insbesondere Staub und fettige Oberflächen sind zu vermeiden. Gegebenenfalls muss die Oberfläche gereinigt werden.
Sind diese Bedingungen erfüllt, genügt es, den Schutz der Klebepads zu entfernen und die Messuhr beidseitig des Risses aufzusetzen.
Nach dem Aufbringen gewährleistet ein fester Druck für 10 bis 20 Sekunden eine effektive Befestigung.
Befestigung durch Kleben
Wenn der Untergrund für die Verwendung von Klebepads nicht geeignet ist, kann die Verklebung der Klebepads mit Zweikomponenten-Epoxidkleber verstärkt werden.
Dieser schnellaushärtende Kleber gewährleistet eine optimale Befestigung der Rissmessuhr. Es handelt sich um einen wasserbeständigen Kleber, der sogar tauchen kann.
Vor dem Kleben muss unbedingt geprüft werden, ob der Untergrund trocken und sauber ist. Wenn die Oberfläche feucht und/oder fettig ist, haftet der Kleber nicht.
Der Kleber wird mit 2 Mischern geliefert, die das Mischen der 2 Komponenten ermöglichen. Das Gemisch muss auf den Untergrund und auf die Klebepad der Rissmessuhr aufgetragen werden. Einige Sekunden Druck halten, um die Haftung zu perfektionieren.
Die Trockenzeit beträgt ca. 4 Minuten. Es sind dann 2 Stunden einzuplanen, um die endgültige Festigkeit zu erreichen.
Mechanische Befestigung
Die mechanische Befestigung erfolgt mithilfe der in den Messuhren vorhandenen Löcher sowie Dübeln und Schrauben.
Das Verfahren besteht darin, Ø4-mm-Löcher mit einer Tiefe von 30 mm in den Untergrund zu bohren, um die Dübel aufzunehmen.
Die Verschraubung erfolgt mit einem Schraubendreher, der zum Schraubenkopf mit Posidriv-PZ2-Antrieb passt.
Wie befestigt man eine Rissmessuhr in einer Ecke?
Ab Mitte 2025
Die Messuhren vom Typ G1 werden mit einer Rille gefertigt, die durch eine Biegezone auf der Zuglasche gekennzeichnet ist.
Diese Rille erleichtert das Biegen der Zuglasche für eine Winkelbefestigung ohne zusätzliches Zubehör. Die Zuglasche muss im Bereich der Markierungszone auf den gewünschten Winkel gebogen werden.
Nach dem Biegen auf den gewünschten Winkel die Befestigung nach der gewählten Methode durchführen: Klebepads, Kleben oder mechanische Befestigung.
Vor Mitte 2025
Die biegbare Leiste, die bei Messuhren vor Mitte 2025 mitgeliefert wird, ermöglicht eine Winkelmontage des Rissmonitors. Das Teil hat einen dünnen Abschnitt, der das Biegen führt und erleichtert.
Die Leiste muss vor der Montage der Rissmessuhr auf den gewünschten Winkel gebogen werden. Um ein Bruchrisiko beim Biegen zu vermeiden, sollte die Materialtemperatur für das Biegen mindestens ca. 10 °C betragen. Bei niedrigerer Temperatur empfehlen wir, die Leiste in der Hand zu erwärmen, bevor man sie biegt. Das Biegen muss kontinuierlich (ruckartige Bewegungen vermeiden) und relativ langsam (ca. 3 Sekunden) erfolgen.