Überwachung von Rissen an unzugänglichen Fassaden

R1-Rissmonitor an unzugänglicher Fassade Die Überwachung von Rissen an Gebäudefassaden stößt häufig auf Zugangsbeschränkungen, insbesondere wenn sich die Schäden in oberen Geschossen oder in Bereichen befinden, die vom Boden aus nicht erreichbar sind.

In solchen Situationen ist für jede Beobachtung der Einsatz von Zugangstechnik erforderlich, was die Regelmäßigkeit der Rissüberwachung einschränkt.

Wenn Fassadenrisse vom Boden aus nicht zugänglich sind

Einige Risse an Gebäuden betreffen Außenwände in größerer Höhe und liegen außerhalb der Reichweite einer direkten Beobachtung vom Boden aus. Diese Risse können sich an Giebelwänden, Fassaden in oberen Geschossen, Balkonen oder an Plattenkanten befinden, also an Bauteilen, die ohne spezielle Zugangsmittel nicht erreichbar sind.

Unter diesen Bedingungen ermöglicht die visuelle Beobachtung vom Boden aus in der Regel keine genaue Beurteilung der Rissöffnung oder ihrer Veränderungen. Für Messungen ist jedoch eine Nahinspektion erforderlich, die einen direkten Zugang zum betroffenen Bereich voraussetzt.

Die Unzugänglichkeit dieser Bereiche erfordert daher bei jeder Beobachtung oder Messung die Einrichtung von Zugangssystemen, die an die Höhe und die Konfiguration der Fassade angepasst sind. Diese Einschränkung bestimmt nicht nur die Möglichkeit eines Eingriffs, sondern auch die Häufigkeit, mit der Risse beobachtet und gemessen werden können.

Zugang zu Fassadenrissen: Mittel und Einsatzbedingungen

Der Zugang zu einem Riss an einer hochgelegenen Außenwand eines Gebäudes erfordert den Einsatz von Zugangsmitteln, die einen direkten Eingriff an der Fassade ermöglichen. Je nach Höhe des Bauwerks, Fassadenkonfiguration und Umgebung des Gebäudes kann der Zugang über Gerüste, Hubarbeitsbühnen oder durch Industriekletterer erfolgen.

Die Wahl des Zugangsmittels hängt insbesondere ab von:

  • der Höhe des zu erreichenden Bereichs;
  • der Konfiguration der Fassade;
  • dem Vorhandensein von Balkonen, Vorsprüngen oder überhängenden Bauteilen;
  • dem Vorhandensein von Hindernissen oder Einschränkungen im Bereich des Gebäudefußes;
  • den Nutzungsbedingungen des Gebäudes.

Diese Arbeiten unterliegen den Vorschriften für Arbeiten in der Höhe und müssen vor jeder Intervention an der Fassade vorbereitet werden.

Die Einrichtung der Zugangssysteme bestimmt sowohl die Sicherheit der Arbeiten als auch ihre technische Durchführbarkeit.

Überwachung von Fassadenrissen und Wiederholung der Messungen

Um einen Riss zu überwachen, müssen aufeinanderfolgende Messungen durchgeführt werden können. Befindet sich der Riss an einer unzugänglichen Fassade, hängt die Wiederholung dieser Messungen direkt von der Möglichkeit ab, die Zugangsmittel erneut einzurichten.

Das Zeitintervall zwischen zwei Beobachtungen hängt von den Zugangsmöglichkeiten zur Fassade sowie von der Verfügbarkeit der Zugangstechnik für Arbeiten in der Höhe ab.

Die Messungen können daher zwangsläufig in größeren Abständen erfolgen, ohne der ursprünglich vorgesehenen Überwachungsfrequenz zu entsprechen.

Die Überwachung basiert somit auf Messreihen, deren Frequenz und Regelmäßigkeit durch die Zugänglichkeit der Fassade bestimmt werden.

Beitrag vernetzter Messgeräte zur Überwachung von Rissen an unzugänglichen Fassaden

Saugnac Jauges entwickelt und produziert eine Reihe vernetzter Messgeräte zur Überwachung von Rissen und Bauwerksbewegungen, die besonders für Situationen geeignet sind, in denen der Zugang zur Fassade eingeschränkt oder nur gelegentlich möglich ist.

Bei Rissen an Gebäudefassaden, die vom Boden aus nicht zugänglich sind, ermöglichen vernetzte Messgeräte die Überwachung der Rissentwicklung anhand von Messdaten, die aus der Ferne erfasst werden.

Wie erfolgt die Installation und der Betrieb vernetzter Messgeräte an einer unzugänglichen Fassade?

Die Installation eines vernetzten Messgeräts erfolgt im Rahmen eines einmaligen Einsatzes an der Fassade unter Verwendung geeigneter Zugangsmittel. Nach der Installation verbleibt das Gerät an Ort und Stelle und zeichnet automatisch Messwerte auf, die in festgelegten Intervallen aus der Ferne übertragen werden.

Es wird daher zwischen der Installationsphase, die vom Zugang zur Fassade abhängt, und der Überwachungsphase unterschieden, die keine erneute physische Anwesenheit im überwachten Bereich mehr erfordert.

Welches Messgerät ermöglicht die direkte Überwachung eines Risses an einer unzugänglichen Fassade?

Die direkte Überwachung der Rissöffnung an einer unzugänglichen Fassade kann mit dem vernetzten Rissmonitor R1 erfolgen, der zur Messung und Aufzeichnung von Veränderungen der Rissöffnung im Laufe der Zeit entwickelt wurde.

In einigen Fällen kann die Überwachung eines Risses durch andere Messungen ergänzt werden, ohne dass diese eine direkte Messung der Rissöffnung darstellen.

Das vernetzte Neigungsmessgerät R5, das der Überwachung von Neigungen dient, kann verwendet werden, um Veränderungen der Neigung eines Fassadenelements oder eines Bauwerks zu beobachten.

Der vernetzte Rissmonitor R2 stellt eine Alternative dar, wenn größere Bewegungen gemessen werden müssen. Ausgestattet mit einem externen linearen Sensor ermöglicht er die Überwachung der Rissöffnung mit einem Messbereich von bis zu 100 mm, wodurch sich die Instrumentierungsmöglichkeiten im Vergleich zum R1 erweitern. Außerdem verfügt er über einen Suivi+-Modus, der aus der Ferne aktiviert werden kann, um die Messfrequenz vorübergehend zu erhöhen und eine genauere Überwachung während kritischer Phasen oder bei schnellen Bewegungen zu ermöglichen.

Wie werden die Messdaten ausgewertet?

Auswertung der Messdaten mit der Saugnac-Anwendung Die von den vernetzten Messgeräten R1, R2 und R5 erfassten Daten können im Zeitverlauf verglichen und in kontinuierliche Messreihen integriert werden. Diese Kontinuität ermöglicht es, die Entwicklung der Rissöffnung oder Veränderungen der Bauwerksneigung zwischen verschiedenen Zeiträumen zu verfolgen, unabhängig von den Einschränkungen beim Zugang zur Fassade.

Die Messwerte werden automatisch aufgezeichnet und anschließend an die Monitoring-Anwendung übertragen, wo sie in Form von Diagrammen und Verlaufsdaten eingesehen werden können. Diese Darstellung erleichtert die Analyse der Bewegungsentwicklung sowie die Erkennung möglicher Beschleunigungs- oder Stabilisierungsphasen.

Die Messgeräte R1, R2 und R5 verfügen außerdem über Sensoren zur Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese Umweltdaten helfen dabei, die gemessenen Veränderungen besser zu interpretieren, indem beispielsweise der Einfluss von Temperaturzyklen oder klimatischen Bedingungen auf das Verhalten des Risses oder des überwachten Bauwerks erkannt wird.

Gebäuderisse, Gefahr und Besorgnis: der Rahmen der Messung

Die Einschätzung von Gefahr oder Besorgnis im Zusammenhang mit einem Riss an einem Gebäude basiert auf der Beobachtung. Der Vergleich aufeinanderfolgender Messungen ermöglicht eine objektive Bewertung der Veränderungen der Rissöffnung, ohne jedoch eine Diagnose oder eine statische Analyse zu ersetzen. Die instrumentierte Überwachung hat ausschließlich das Ziel, Messdaten über diese Entwicklung bereitzustellen, ohne eine Aussage über die Stabilität des Bauwerks zu treffen.